Gewerbeanmeldung für Beamte (Lehrer)

Heute habe ich einen besonderen Gast. Steffi von Cuchikind.

Sie hat ein bezauberndes DIY-Blog, sie näht und bastelt und ich bewundere sie für ihren guten Geschmack und ihren Blick für die Schönen Dinge.
Was sie ausmacht, ist dass sie immer noch die extra 3-12 Schritte geht, wenn das Ergebnis dadurch verbessert werden kann. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür, dass sie eine Special Extended Edition für ihre Über mich Seite hat.

Ich nerve meinen Mann schon seit ewigen Zeiten, dass er unsere Hocker mal ein bisschen aufhübscht….
Und ich träume dauernd davon, wie ich mit meinen Kindern Eisstand spiele. Ich hasse basteln wirklich, aber für das Fimo Air Eis würde ich es dann vielleicht doch noch mal versuchen.

Als Lehrerin und Beamtin musste sie bei der Gewerbeanmeldung ein paar besondere Dinge beachten und das hat sie schön zusammen gefasst:

 

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Darf man als Beamter/Lehrer ein Nebengewerbe betreiben? Was darf ich dabei verdienen? Wie viele Stunden darf ich arbeiten? Wie melde ich mich an und worauf muss ich achten? Wie sieht das mit den Steuern aus?
All das habe ich mich gefragt, bevor ich Anfang des Jahres endlich mein eigenes Gewerbe für meinen Blog Cuchikind (Link: www.cuchikind.de) angemeldet habe. Und es war dann gar nicht so schwer.

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Mareike von Mami-Startup habe ich auf einem Bloggertreffen in Speyer kennen gelernt und ihre Art, anderen etwas beizubringen, hat mich gleich überzeugt. Damals hatte ich ihr versprochen, dass ich für sie einen Gastpost zum Thema Gewerbeanmeldung für Beamte schreibe und endlich habe ich es geschafft. Ich beantworte euch alle Fragen aus meiner eigenen Erfahrung und meinem Wissen heraus, ich gebe natürlich keine Garantie.

Darf ich als Beamter (Lehrer) ein Nebengewerbe betreiben?

Ja, klar darf man, aber es gibt einige Hürden, die man bedenken muss. Zuerst muss man sich die Zustimmung über den Dienstweg holen. Ich habe meiner Direktorin ein formloses Schreiben gegeben, in dem ich meinen Blog kurz vorgestellt habe und dass ich damit etwas Geld verdienen möchte, aber nur wenig Zeit investieren werde. Ganz wichtig ist, dass das Amt sieht, dass der eigentliche Job nicht darunter leiden wird.
Das Ganze ging weiter an das Schulamt, von dem ich einen Bogen zum Ausfüllen bekommen habe und dann wurde alles genehmigt. Ich hätte das auch schon viel früher erfahren, wenn der Brief nicht mehrere Wochen im Sekretariat hängen geblieben wäre. Aber so ist das bei uns.
Geregelt ist das Ganze so, dass man nicht mehr als 1/5 seiner wöchentlichen Arbeitszeit investieren und nicht mehr als 40% seines Jahresgehaltes verdienen darf (§ 99 Abs. 1 Nr. 2 Bundesbeamtengesetz).

Wie melde ich mich an?

Das ist sehr einfach. Am besten gibt man bei google „Gewerbeanmeldung“ und die betreffende Stadt ein und wird zur richtigen Seite geleitet. In Frankfurt kann man das online machen, muss also nicht mal persönlich vorbei kommen. Dazu überweist man den fälligen Betrag (bei mir 25 Euro), füllt einen Bogen aus und sendet ihn an die angezeigte Adresse.
Bei mir kam der Bogen wieder zurück, weil ich nur „Internetdienstleistung“ angegeben habe, das reichte nicht. Wir haben dann noch Bloggen in Klammern dazu geschrieben, dann war es bei mir in Ordnung. Ich habe dann automatisch einen Brief von der IHK und etwas später auch vom Finanzamt bekommen. Als Erstgründer muss man bei der IHK allerdings keinen Beitrag zahlen (§ 3, Absatz 3, Satz 4 IHK-Gesetz).

Muss ich eine Steuererklärung machen?

Ja, auf jeden Fall. Man muss Einkommenssteuer auf seinen Gewinn zahlen. Man gibt also alle Einnahmen und Ausgaben an und die Differenz bekommt man angerechnet. Positiv sowie negativ. Absetzen kann man zum Beispiel auch die Kosten der Gewerbeanmeldung, Fahrtkosten zu Events, Tickets, Workshops, Material, PC und Handy, … Die Kleinunternehmerreglung besagt, dass man laut §19 UStG keine Umsatzsteuer abführen muss, wenn man im Vorjahr unter 17500 Euro Umsatz gemacht oder im gleichen Jahr voraussichtlich 50000 Umsatz nicht übersteigt. Auch die Gewerbesteuer muss man nicht zahlen, wenn man unter 24500 Euro im Jahr bleibt. Für die bessere Übersicht lohnt sich ein Steuerberater.
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So, ihr seht, man hat keinerlei Nachteile bei einer Gewerbeanmeldung, ist aber rechtlich auf der sicheren Seite und darf ein bisschen was nebenher verdienen.

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Schaut doch mal bei Steffi vorbei

Sie war übrigens eine meiner Teilnehmerinnen im SEO Kurs im August, den es jetzt als Online Kurs gibt.
Für alle von euch, die je einen Workshop planen: versucht sie als Teilnehmerin zu gewinnen. Sie ist Profi durch und durch. Immer perfekt vorbereitet. Ihr würde ich ungefragt einfach aus Prinzip ein Fleißsternchen ins Hausaufgabenheft kleben.
Da kann man als Kursleiter mal sehen, was man so maximal aus den eigenen Kurs-Inhalten raus holen kann und das macht richtig Spaß.
Sie ist wahrscheinlich auch weltweit die Einzige, die wirklich alle Punkte in meiner Checkliste zur Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen abgehakt hat (und das sind viele).

Sie liest gern Jugend Fantasy Romane: ich empfehle ihr deshalb Kerstin Gier „Silber“ und die „Mythos Academy“ von Jennifer Ester.

Vielen Dank liebe Steffi für den tollen Artikel!

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Hier ist der Pin dazu:

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2 thoughts on “Gewerbeanmeldung für Beamte (Lehrer)

  1. Antworten
    Steffi - 10. Oktober 2017

    Danke liebe Mareike für die netten Worte.
    Silber kenne ich tatsächlich schon, aber nach der Mythos Academy werde ich sofort mal schauen, danke für den Tipp!
    LG Steffi

    1. Antworten
      Mareike - 10. Oktober 2017

      Oh bitte gerne. Da fehlen mir allerdings auch noch zwei Teile. So lange Serien kann ich nicht zwingend am Stück lesen.

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