Mein Google Analytics Dashboard

Was das Google Tracking Tool mit meiner Hochzeit zu tun hat

Ein heißer Tag im August. Der Herr des Hauses und ich machen eine wunderschöne Radtour. Es ist spät geworden und dämmert so langsam. Plötzlich kommen wir an einen kleinen Hügel und oben steht ein Wehrturm. Wir stellen die Räder ab und laufen zum Turm. Von da kann man die ganze Rheinebene überblicken. Zum Ufer hin ist ein Weg mit Fackeln ausgeleuchtet.
Am ende des Weges steht ein Tisch. Weißes Tischtuch, mit Weingläsern gedeckt, Rosenblätter. So schön sag ich euch! Und dann kommt der Moment, wo mir die Luft weg bleibt. Denn mein Lieblingsmensch kniet sich hin und fragt mich die eine Frage. Mit Ring!

15 Minuten vor dem Heiratsantrag

kurz vor dem Heiratsantrag
Von da war es dann nicht mehr weit, bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich Abende damit verbracht habe, die Einladungskarten fertig zu machen. Ich habe sie liebevoll gestaltet, habe mir Gedanken darüber gemacht, was das richtige Format sein könnte und welche Farben wohl die richtigen sind. Ich habe die passende Druckerei ausgesucht und natürlich parallel die ganze Zeit schon über der Gästeliste gebrütet.
Alles sehr viel Arbeit. Und dann waren ja noch die anderen 16.438 Aufgaben auf meiner ToDo Liste.
Trauzeugen, Ringe, Kleid, Location, Menüauswahl, Blumen, Deko, usw. Insgesamt ein riesen Spaß.
Bis auf den Tag, als ich die Ringe abhole wollte und meiner viel zu klein war. Da hatte sich die Juwelierin vermessen.
Oder der Tag, als die Band sechs Wochen vorher abgesagt hat und ich ruckizucki einen Ersatz finden musste. Oder dem Tag, an dem ich das Brautkleid abgeholt habe und klar war, dass es kein neues war, sondern das fleckige Modell aus dem Laden. Ungereinigt und für mich eigentlich etwas klein. Nein, da war das wirklich kein Spaß. Da ist mir der Ar*** auf Grundeis gegangen.
Was ich da ohne meine Trauzeugin gemacht hätte: keine Ahnung. Die kam jeden Tag und hat mit einem Fleckenstift, viel Alkohol und 87 Stunden zusammen mit mir an der Nähmaschine das beste aus dem Kleid gemacht.
Und als ich dann an dem Tag der Tag mit meinem kleinen Blumenstrauß um die Ecke kam und meinem Mann ins Gesicht geschaut hab: da war es dann alles genau richtig!

Der große Tag – es kommt oft ganz anders als geplant

Und was hat das jetzt alles mit Google Analytics zu tun, fragst du dich? Das ist einfach: eine eigene Homepage zu haben, ohne Google Analytics zu nutzen ist ungefähr genau so, wie nicht zur eigenen Hochzeit zu gehen.
Denn in der Theorie weißt du dann ganz genau, du hast alles vorbereitet. Die Band wird gegen 22:00 Uhr wie bestellt AC/DC spielen und dein Onkel wird auf der Tanzfläche Luftgitarre spielen.
Aber du siehst es nicht mit eigenen Augen. Und du darfst eins nicht vergessen: es kommt immer anders, als man denkt.
Was dir so völlig entgeht ist die Tatsache, dass dein Onkel einen kleinen Getränkeunfall hatte und nach dem Abendessen direkt nach Hause musste. Du wirst nie erfahren, dass der Apfelwein schon um 17:45 Uhr leer war (ich erinnere an den Onkel), weil an dem heißen Tag einfach keiner Bier trinken wollte.
Woher sollst du dann wissen, dass die Verwandtschaft aus dem Odenwald den kompletten Streuselkuchen gegessen hat und der Trauzeuge nicht mit seiner eigenen Frau hinter dem Zelt verschwunden ist. Wer soll dir erzählen, dass auf der Aftershowparty ein gestandener Koch die Eier versalzen hat und morgens um 8:00 Uhr völlig andere Leute zum Aufräumen und Frühstücken da waren, als du erwartet hattest?
Aufräumen nach der Hochzeit

Google Analytics ist unsexy

Google Analytics ist definitiv ein Thema für sich. Wie Altersvorsorge. Eigentlich müsste man…. sehr unsexy, wenn man realistisch drüber nachdenkt. Deswegen gehe ich auch davon aus, dass das hier absolut keine Sau gelesen hat.
Dabei liebe ich Google Analytics. Da lese ich den Klatsch und Tratsch über die Besucher meiner Webseite.
Wie finden die Leser zu meiner Homepage? Kommen sie über Google, Facebook oder Twitter?
Wie gut sind meine Inhalte? Von wem werden sie ausgiebig gelesen und wer überfliegt sie nur und kommt nur wegen der schönen Bilder?
Wie viele Anmeldungen bekomme ich am Ende des Tages für meinen Workshop im August?
Erst wenn ich das alles weiß, kann ich anfangen, persönliche Texte auf meine Dankeskärtchen zu schreiben.
Danach weiß ich, wem ich die Freundschaft kündigen kann, weil es schlicht und ergreifend eine Sauerei ist, ohne Absage nicht zu erscheinen (Instagram???) und wer das größte Geschenk gemacht hat (lieben Dank Coach Tina für den bezaubernden Gastartikel, der hat mir so viel Traffic gebracht und meine Muddis lieben den, sonst würden die nicht ewig auf der Seite bleiben).

Überblick behalten mit eigenem Dashboard

Also trau dich und schau ruhig mal rein in dein Google Analytics. Es wird ein kleines bisschen dauern, bis du dich hier richtig auskennst, aber es sagt ja keiner, dass du gleich Experte werden musst. Für den Anfang reicht es vielleicht schon, wenn du dir einen groben Überblick verschaffst.
Und dann sehen wir zusammen weiter. Denn das ist erst der Anfang einer kleinen Serie über das Google Tracking Tool. Wenn du keinen Teil verpassen willst, dann abonniere meinen Newsletter und ich schicke dir die nächsten Teile bequem in deinen Posteingang.

Google Tracking Tool Auswertung

Schritt 1: erstelle deinen Google Analytics Account
Schritt 2: verknüpfe ihn mit deiner Webpräsenz
Schritt 3: warte ein bisschen
Schritt 4: jetzt schauen wir uns mal an, was da eigentlich ab geht
Solltest du für Schritt 1-3  Unterstützung brauchen (vor allem bei Schritt 3 könnte ich sehr gut unterstützend tätig werden, gern auf ein Glas Riesling und Schnittchen bei mir), dann melde dich bitte. In den Kommentaren, telefonisch, persönlich… wie du möchtest.
Hier zeige ich dir mein Dashboard. Damit verschaffe ich mir einen groben Überblick. Ich habe mir angewöhnt einmal im Monat zusammen mit der Buchhaltung meine Analytics Zahlen noch mal durch zu gehen. Denn dann kann ich auch direkt im Vergleich sehen, ob und wie sich das auf meinen Kontostand auswirkt.
Am besten lädst du es dir hier herunter, dann kannst du dir direkt deine Zahlen anschauen und weißt genau, worum es geht.
Gesamtbesuche: wie viele Sitzungen hatte ich diesen Monat und wie sind die verteilt? Wenn es Spitzen in der Kurve gab: warum? Hat mich da eine besonders nette Kollegin verlinkt? War ich als Speakerin auf einer Veranstaltung? Irgendwas ist ja immer.
Besuche nach Traffic-Typ: wo kommen meine Leserinnen her (ich weiß inzwischen, dass du sehr wahrscheinlich Kinder hast, 33-45 Jahre alt bist und weiblich). Für mich vor allen Dingen interessant: organic. Also Besucher über Suchmaschinen. Das ist die Stellschraube, an der ich als SEO Expertin langfristig am meisten drehen möchte. Da habe ich immer ein Auge drauf und da muss die Richtung stimmen. Ich habe aber auch ein seeeeeehr wachsames Auge auf social. Denn die Sozialen Netze sind ein Fass ohne Boden. Da muss am Ende des Tages dann auch was bei rum kommen. Referrals sind Links von anderen Seiten. Hier sehe ich, ob es sich auszahlt, wenn ich Gastartikel schreibe oder Vorträge halte und deswegen so lieb verlinkt werde, wie hier von der lieben Steffi.
Endgerät: die Wahrscheinlichkeit, dass du gerade unterwegs über dein Handy hier mit liest ist groß. Das machen nämlich die meisten meiner Leserinnen. Aber vielleicht sitzen deine Leserinnen ja fast alle am Rechner? Fakt ist: über iPads brauche ich hier nichts schreiben. Denn meine Leserinnen nutzen sie kaum, um meinen Blog zu lesen. Oder bin ich da ganz falsch?
Besuche nach Stadt: aufschlussreicher, als man erst mal vermutet. Woher kommen deine Leser? Wenn du einen Hofladen hast und auf Märkte in der Region fährst, wie Christina von Honigmond Kosmetik, dann vermute ich, dass du lokal oft geklickt wirst. Ich schaue mir an, ob und wie sich das für mich verändert, wenn ich als Speakerin gebucht bin oder eine Veranstaltung besuche. Einmal habe ich tatsächlich schon eine relevante Veranstaltung für meinen Arbeitgeber genau so gefunden. Denn die Homepage wurde an einem Wochenende wirklich oft geklickt und zwar nur aus einer Stadt. Wenn dir so was auffällt, ist es wie bei CSI: da brauchst du den richtigen Riecher, ein bisschen Google, Geduld und dann auf einmal ist alles klar.
Ich liebe übrigens solche Rätsel. Schick mir einen Screenshot, wenn du mal eins hast.
Durchschnittliche Besuchsdauer: eins vorweg, hier gibt es keine guten und schlechten Werte. Gut ist es, wenn der Schnitt langfristig eine steigende Tendenz hat oder gleich bleibt. Dann bist du auf dem richtigen Weg und deine Besucher fühlen sich weiterhin wohl. Das gleiche gilt für die Absprungrate. Vergleich dich immer mit dir selbst. Interessant wird es hier erst, wenn man sich das auf Artikelebene anschaut.
beliebteste Seiten: hier machen wir genau das. Welche Seiten sind am beliebtesten und wie lange werden sie angeschaut? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Denn meine Sartseite ist sehr beliebt, wird aber deutlich kürzer betrachtet, als meine Blogartikel. Liegt logischerweise daran, dass es einfach bei weitem nicht so viel Fließtext gibt.
Wenn du beliebte Artikel hast, die oft geklickt werden, dann schau immer mit auf die Besuchszeit. Ist die kürzer, als es die Textlänge zulässt, dann ist der Artikel vielleicht nicht der richtige für deine Zielgruppe oder du Erwartungen geweckt, die du nicht halten kannst.
Andersrum kann man von einer langen Verweildauer bei wenig Text auf wirklich schöne Bilder schließen, die ausgiebig und vielleicht auch zwei mal angeschaut werden.
Sitzungen nach sozialem Netzwerk: hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen. Ich hab es schon mal angesprochen: bei mir wird Social Media knallhart kalkuliert und wer keine Leistung bringt, fliegt langfristig aus meinem Social Media Plan. Momentan teste ich mich noch durch die verschiedenen Plattformen und Formate. Langfristig will ich aber nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Die Zeit verbringe ich lieber mit meinen Kindern.

Hol dir mein Dashboard

So. Wenn du es bis hierher geschafft hast, dann hast du wirklich viel Input gehabt. Damit du das direkt für deine Internetptäsenz umsetzen kannst, stelle ich dir hier mein Übersichts-Dashboard zum Download zur Verfügung. Viel Spaß damit!
P.S.: Folgt ihr mir schon auf Pinterest? Hier ist das Bild für euch zum Pinnen.
Google Analyse Tool und meine Hochzeit

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4 thoughts on “Mein Google Analytics Dashboard

  1. Antworten
    Martina von Jolinas Welt - 14. Juni 2017

    Super, hätte ich deine Newsletter nicht wäre mir das hier durchgegangen, dabei wollte ich nur mal schauen was andere so in ihren Newsletter schreiben 😉 nur komme ich gerade gar nicht zum Blog lesen.
    Ich bin nicht am Handy, liege auch altersmäßig in der Zielgruppe, aber Kinder, ja die hab ich und ich mag einfach wie du erklärst.
    Endlich weiß ich was organic heißt, ich hab mich immer gewundert, hihi, ich freue mich auf mehr Input von Dir

  2. Antworten
    Mareike - 14. Juni 2017

    oh das freut mich, dass dich das weiter bringt. Da kommt noch mal ein Nachschlag!

  3. Antworten
    Mamamulle - 19. Juni 2017

    Toller Artikel der Mut macht!

    1. Antworten
      Mareike - 20. Juni 2017

      Oh das freut mich. Und ich schreib grad den nächsten. Heute Abend will ich ein Instagram Live dazu machen. Schau doch mal rein.

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