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6 Monate Home Office – meine Bilanz

Ich liebe Home Office!

Nach fast zehn Jahren klassischem Bürojob habe ich nach den Kindern ins Home Office gewechselt. Zu einem anderen Arbeitgeber. Das war eine riesige Umstellung. Eigentlich war die größte Umstellung aber nicht das Home Office oder der neue Arbeitgeber, sondern die Kinder.

 

Einmal Kindergarten und zurück bitte

Früher war ich um Punkt 7:00 Uhr im Büro. Oft die erste, die kam. Mit zwei Kindern unvorstellbar. Wir stehen um 5:30 Uhr auf und ich gebe die Kinder um 7:00 Uhr (oder etwas später) am Kindergarten ab. Zeit zum Trödeln haben wir da kaum. Müsste ich dann noch in die Stadt pendeln, könnte ich vor 8:00 Uhr kaum anfangen.

So fahre ich nach dem Kindergarten ganz relaxt beim Bäcker oder Bauer vorbei, nehme noch schnell das Nötigste mit und sitze noch vor 7:30 Uhr am Schreibtisch. Kein Stau. Kein Stress mit dem Zug, der nur zwei mal die Stunde fährt. Keine 28 Minuten am zugigen Bahnhof, wenn ich den knapp verpasst habe.

Auf dem Rückweg genau so entspannt: vom Schreibtisch zum Kindergarten und zurück (inklusive 2x Kinder in den Schneeanzug und wieder raus) in knapp 20 Minuten. Wunderbar!

 

Pausen? Welche Pausen?

Ja ich gebe es zu. Ich arbeite auch gern mal im Jogginganzug. Aber das Klischee vom lockeren Tag im Home Office hat sich bei mir nicht erfüllt. Ich hatte im Büro regelmäßig Pausen. Meist auf ein Schwätzchen, wenn man mal im Flur eine Kollegin getroffen hat. Gelegenheiten gab es genug: zum Tee kochen in der Küche, in der Kantine, schnell die Post weg bringen. Zu Hause arbeite ich konsequent und konzentriert durch. Pausen gibt es eigentlich keine.

 

Mal eben noch…

…kurz die Waschmaschine anschalten oder die Spülmaschine ausräumen. Das hatte ich mir so überlegt, klappt aber nicht. Ich brauche meine Zeit, um zu arbeiten. Und ich genieße es inzwischen auch, wirklich konzentriert an nur einer Sache zu sitzen. Der Rest des Tages ist ja schon dauernd “Mamaaaaaaa” hier und “Mamaaaaaaa” da.

Auch andersrum ist es schwierig: was ich nicht fertig habe, bis die Kinder nach Hause kommen muss leider bis Abends warten. Denn ich arbeite am Küchentisch. Was liegen bleibt wird im Zweifel gnadenlos bemalt oder geklaut.

In ganz dringenden Fällen gibt es Ausnahmen. Dann arbeite ich mit krankem Kind auf der Couch. Im Hntergrund läuft dann das Dschungelbuch. Oder der Grüffelo. Aber optimal ist das nicht und deswegen bleiben das auch Ausnahmen.

Trautes heim – Glück allein

Bei allen Vorteilen, die das Home Office bietet: es gibt wirklich Tage, an denen ich kein einziges Wort spreche. Und so sehr ich die ungestörte Arbeit genieße, bei der mich niemand unterbrechen kann: die Gespräche mit den Kollegen fehlen mir an manchen Tagen sehr.

Da bin ich wirklich froh, dass ich mittags oft mit den Kindern unterwegs bin und unter Menschen komme. Das wäre mir sonst zu einsam.

 

Mein Fazit

Ich liebe Home Office!!! Hinter diesem Satz können gar nicht genug Ausrufezeichen stehen. Ich würde es immer wieder tun.

 

Als Bonus gibt es noch die ultimativen Home Office Tipps

  1. Fester Arbeitsplatz.
    Was ich am meisten vermisse ist ein fester Arbeitsplatz. Ein Tisch auf dem ich alles stehen und liegen lassen kann. An dem nicht gegessen, gebastelt und gepuzzelt wird. Über ein eigenes Zimmer denke ich schon gar nicht mehr nach. Ein Tisch würde mir schon reichen. Da ich im papierlosen Büro arbeite, habe ich meist nur den Laptop wegzuräumen. Aber stehen lassen wäre schon toll.
  2. Öffnungszeiten. Klare Trennung zwischen Arbeitszeit und Freizeit – solange ich Kinder habe wird es immer Ausnahmen geben. Das ist auch in Ordnung so. Aber sollte nicht zur Regel werden.
    Das gleiche gilt in meinem Fall auch für meine beiden Arbeitgeber. Während der regulären Krippenzeiten arbeite ich für die Stiftung. Wenn die Kinder mittags oder abends schlafen für mein eigenes Unternehmen. Daran halte ich mich strikt und das klappt sehr gut.
  3. Vitamin B. Netzwerk und Beziehungen. Ohne geht es nicht. Ich habe einen Stammtisch mit den Mädels, an dem wir alle 14 Tage zum Stammessen in die Eck-Kneipe gehen. Da tauschen wir uns aus und bleiben in Kontakt. Im Home Office noch wichtiger als vorher.
  4. Ehrlichkeit. Home Office ist nicht für jede die ideale Arbeitsform. Bei allen Vorteilen, die es als Mama mit sich bringt, wenn Home Office nichts für dich ist: auch gut. Zwingt dich ja keiner. Dafür gibt es Co-Working Spaces und Cafes.

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One thought on “6 Monate Home Office – meine Bilanz

  1. Antworten

    […] habe ich ja auch schon ein paar mal darüber geschrieben. Bilanz nach 6 Monaten, wie ich Beruf und Freizeit unter einen Hut bekomme und das mein iPhone eins meiner liebsten […]

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