Wie du deine Homepage unverwechselbar machst

Dein Internetauftritt: keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Es gab ja bereits einen Blogbeitrag von mir dazu, wie du deine Homepage verbessern kannst. Allerdings habe ich an den Rückmeldungen dazu schnell gemerkt, dass ich da noch mal genauer dran muss. Denn da kamen schon ein paar Fragen hinterher. Also noch mal von vorn. Ganz von vorn:
Falls du darüber nachdenken solltest, ob du wirklich eine professionelle Homepage brauchst, kann ich dir eins versichern: du brauchst definitiv eine. Professionell bedeutet in dem Zusammenhang übrigens möglichst vom Profi. Oder in Zusammenarbeit mit einem Profi. Denk daran: Hässlichkeit verkauft sich schlecht. Für den ersten Eindruck gibt es nämlich auch im Web keine zweite Chance.
Um zu verkaufen, muss deine muss deine Homepage allerdings noch ein zweites Kriterium erfüllen: sie muss funktionieren. Aber darauf komme ich dann später noch mal zurück.

Eigentlich bietet dir deine Homepage nur Vorteile:

  • Deine Homepage ist deine digitale Visitenkarte.
  • Hier kannst du deinen Kunden die Möglichkeit geben, dich noch besser kennen zu lernen. Ich weiß, dass ich mich hier wiederhole. Trotzdem: je besser sie dich kennen, desto eher kaufen sie auch bei dir.
  • Deine Homepage ist dein fleißigster Mitarbeiter: 24 Stunden / 7 Tage die Woche. Du zahlst keine Schichtzulage und keinen Feiertagszuschlag.
  • Du bestimmst, wie du dein Unternehmen und deine Produkte präsentierst. Auf deiner Seite kannst du auch Referenzen aufführen. Wer war besonders begeistert von deinem Service? Trau dich ruhig, deine Kunden zu fragen. Sie werden sich sicher geschmeichelt fühlen. Auf meiner Angebotsseite zeige ich, wie es aussehen kann.
Um deine Homepage zu erstellen, hast du mehrere Möglichkeiten: du lässt sie vom Profi erstellen oder du erstellst sie selbst. Beides hat Vor- und Nachteile. Es spricht auch nichts dagegen, mit Marke Eigenbau zu starten und dann später in einen Webdesigner zu investieren. Das schöne daran, selbständig zu sein ist, dass du die Entscheidung selbst treffen darfst.

Die Homepage vom Webdesigner

Du beauftragst einen Dienstleister, deine Homepage zu erstellen. Das ist die Rundum-Sorglos-Variante. Wenn du dein Produkt im Premium Bereich positioniert hast, ist das sogar Pflicht. Da lasse ich nicht mit mir reden. Denn in dem Fall ist für deine Kunden das Beste gerade gut genug und kleine Fehler werden deine Glaubwürdigkeit herabsetzen und deine Marke schwächen.
Wenn du deine Webseite erstellen lässt, profitierst du von deren Expertise und Erfahrung. Du bekommst schon im Beratungsgespräch eine Rückmeldung, was für dich und dein Unternehmen machbar ist, wie hoch die Kosten und der Aufwand langfristig sind und ob die von dir angestrebte Lösung für deine Branche funktionieren kann oder nicht.
Themen wie Optimierung für Suchmaschinen, interne Verlinkung, Webshop und die Einrichtung eines Besucher Analyse Tools wird direkt mit beauftragt und muss nicht später nachgerüstet werden.
Bei rechtlich heiklen Themen wie Impressum, Nutzungsbedingungen, AGBs und Datenschutzerklärung sparst du dir teure Folgekosten durch Abmahnungen.
Suche dir also einen professionellen Dienstleister und geh das Thema an. ABER: gib es nicht ab. Du solltest auf jeden Fall bei der Gestaltung des Layouts und auch der Inhalte beteiligt sein. Lass dich gut beraten und nimm den Rat an. Die meisten Webdesigner wissen, was sie tun. Aber achte darauf, dass bei der Umsetzung deine Persönlichkeit und die Persönlichkeit deiner Marke nicht verloren geht. Lass dich nicht verbiegen.
Achte darauf, dass du das Endergebnis allein weiter betreiben kannst. Nur so kannst du sicher stellen, dass deine Inhalte immer aktuell sind. Nichts ist schlimmer, als für jede Terminänderung oder Preisanpassung immer jemanden beauftragen zu müssen.
Der Aufwand lohnt sich wirklich. Wenn du eine ansprechende und aktuelle Homepage hast, ist das eins deiner effektivsten und kostengünstigsten Marketing-Tools.

Homepage Marke Eigenbau

Das kann ich dir allerdings nur empfehlen, wenn du hier schon Erfahrung hast. Oder gerne tüftelst.
Man unterschätzt schnell die Zeit, die man für den Bau einer halbwegs professionellen Seite investieren muss, wenn man sich dafür von einem zum nächsten Youtube Tutorial hangeln muss. Wenn du voller Elan in deine neue Selbständigkeit starten willst und dann nach dem Papierkram vom Amt noch zwei Wochen lang jeden Abend an deiner Homepage bastelst, zehrt das an der Motivation. Dazu kommt erschwerend, dass du ja alles andere in deinem Unternehmen auch zum ersten mal machst. Da geht vielen Gründerinnen dann schlicht und ergreifend irgendwann die Puste aus.
In jedem Fall rate ich dir zu WordPress. Damit habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Auch aufrüsten ist jederzeit möglich. Oder ein Upgrade vom Profi.
Der Einfluss, den deine Website auf dein  Firmen-Image und damit deinen Erfolg hat, ist extrem hoch. Die Strategie “erst mal” eine passable Übergangslösung zusammen zu schustern, bis man sich etwas ordentliches leisten kann ist im Premium-Bereich schlicht und ergreifend grob fahrlässig. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Ein potentieller Kunde, der sich deine Übergangs-Homepage angeschaut hat und nicht überzeugt ist, erstellt sich mit Sicherheit keinen Termin im Kalender, um sich dann die neue anzuschauen. Er wird auch auf keinen Fall etwas bei dir kaufen, nur damit du Geld für eine bessere Homepage hast. Dein Kunde interessiert sich nur dafür, ob du sein Problem lösen kannst. Jetzt.
Der “zurück” Knopf ist nicht umsonst der meist geklickte in jedem Browser.
Um das mal ein bisschen zu verdeutlichen (und ich übertreibe hier bewusst, damit wir alle was zum Schmunzeln haben):
Und damit deine Homepage so richtig gut wird, bekommst du von mir jetzt noch ein bisschen Input:

Tipps zur Gestaltung

Deine Homepage sollte im aller besten Fall ganz unverwechselbar du sein. Sie sollte ein ordentliches Stück deiner Persönlichkeit zeigen und einen hohen Wiedererkennungswert haben.
Deine Kunden müssen einfach im vorbeischauen schon an den Farben und Schriften sehen: das ist deine Homepage.
Wie du mit Farben und Schriften arbeiten kannst, um diesen Wiedererkennungswert zu schaffen, habe ich für dich in meinem kleinen Handbuch Homepage erklärt und auch gleich ein Stylesheet für dich zum ausdrucken und ausfüllen erstellt.

Achte auf deine Bildsprache

Zeige wertige Fotos deiner Produkte auf deiner Homepage. Das kann ich wirklich nicht oft genug wiederholen.
Nimm dir die Zeit und erstelle ordentliche Bilder deiner Produkte. Investiere dafür in einen schlichten Hintergrund (A2 Pappe, Holzplatte, Stoffbahn) und fotografiere bei Tageslicht und ohne Blitz so nah du kannst an einem großen Fenster.
Deine Seite wird sehr viel ruhiger und aufgeräumter wirken, wenn du einheitliche Produktfotos hast. Das gilt auch für die Fotos, die du in Zukunft von neuen Produkten machen wirst. Unser Unterbewusstsein mag es nämlich aufgeräumt.
Lege dein Set einmal fest (fotografiere den Aufbau) und bau es immer wieder genau so auf. Hier der Hintergrund, da das Produkt, hier steht das Stativ oder eben du. Das hat außerdem noch den Vorteil, dass du schnell eine Routine darin entwickelst, deine Produkte zu fotografieren.

Wenn du genau weißt, wo dein Hintergrund steht und wo du aufbauen musst, dann kannst du die Fotos “mal schnell” noch schießen, bevor du die Kinder zum Kinderturnen fahren musst. Wenn du dir erst überlegen musst, welche Requisiten du alle brauchst, um die danach im ganzen Haus zusammen zu suchen, sieht das schon ganz anders aus.

Je schneller und routinierter du deine Produkte fotografierst, desto schneller kannst du auch spontan dein Sortiment anpassen und so zum Beispiel auf die Jahreszeiten oder bestimmte Trends reagieren.

Nutze Stockfotos

Kostenlose Fotos und Grafiken findest du im Internet. Es gibt hier etliche Anbieter. Achte dabei darauf, dass die Bilder eine CC0 Lizenz haben. Das bedeutet, dass sie für private und kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen. Bei dieser Lizenz musst du noch nicht mal den Namen des Urhebers nennen.
Exemplarisch zähle ich ein paar Bilddatenbanken auf: Pixabay, Plixs oder Pexels. Du wirst sehr viel schneller fündig, wenn du englische Suchbegriffe verwendest.
Bilder zu kaufen ist auch möglich. Hier gibt es diverse Anbieter. Ich kaufe meine Bilder zum Beispiel bei Fotolia.

Achte immer darauf, dass du auch die Rechte am Bild besitzt und vor allem, die richtigen Rechte. Bei Fotolia gibt es eine erweiterte Lizenz, die du brauchst, wenn du die Bilder für den Weiterverkauf nutzen möchtest. Wenn du also eine Grafik auf deine Schneeschippe gravierst, brauchst du die erweiterte Lizenz. Postest du dieselbe Grafik nur auf Facebook, reicht die einfache Lizenz.

Was sich auf jeden Fall lohnt ist die Überprüfung bei www.tineye.com. Hier gibt es ein Tool, bei dem du prüfen kannst, auf welcher Homepage dein Bild zuerst erschienen ist. Bei den meisten Bilddatenbanken wird das Urheberrecht nicht geprüft. Lädt jemand Bilder hoch und kennzeichnet sie als gemeinfrei, kannst du hier im Nachhinein noch mit Kisten rechnen. Du siehst außerdem, wo das Foto noch verwendet wird. Das hilft dir, dich von der Konkurrenz abzugrenzen.

Deine Homepage sollte vor allen Dingen lebendig sein und zeigen, dass sich hinter ihr eine Unternehmerin versteckt, die sich um ihr Geschäft kümmert.
Sorge dafür, dass deine Homepage unverwechselbar wird und lade dir dein Handbuch Homepage herunter!
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