Wie oft meine Kinder in den Kindergarten gehen. Oder sind deine Kinder etwa gleichzeitig krank? ♥ www.mami-startup.de

Statistik: wie oft meine Kinder in den Kindergarten gehen

Ein Kindergartenplatz ist ein teurer Spaß, den ich gar nicht zu 100% nutzen kann

Seit September geht meine Große in den Kindergarten. Den Kleinen habe ich dann im November nachgereicht. Seitdem sind die beiden in der Basisbetreuung. 7:00 bis 12:30 Uhr.

Damit sollte meine Teilzeitstelle und mein kleiner Betrieb also locker abgedeckt sein. Sollte… denn was jede Mama sicher bestätigen kann: zwischen Theorie und Praxis liegen oft Welten.

Theorie und Praxis

Gestartet bin ich voller Optimismus und dachte tatsächlich, dass ich meine Kinder nach der Eingewöhnung auch tatsächlich während der kompletten Kernzeiten abgeben kann, um die 413,75 Euro Betreuungskosten zu verdienen. Das hat aber tatsächlich vom ersten Tag an so nicht geklappt.

Wir hatten den großen Vorteil, dass der Kleine immer um 5:00 Uhr aufsteht. Bis der Kindergarten um 7:00 Uhr die Türen aufschließt, sind wir also ausgehfein. Allerdings ist der Kindergartentag für meine beiden Kinder bis 12:30 Uhr viel zu lang. Das schaffen meine Kinder überhaupt nicht. Ich muss sie also in der ersten Zeit um 11:30 Uhr abholen und erhöhe dann ganz langsam auf 12:00 Uhr.

Natürlich könnte ich sie stur bis 12:30 Uhr dort lassen, aber dann legen sie sich in eine Ecke und schlafen ein. So ein kurzer Power-Nap ist natürlich ein totaler Mittagsschläfchen-Killer. Der Rest des Tages ist dann gelaufen. Beide Kinder sind unausstehlich, wenn sie müde sind. Ich hole sie also früher ab.

Die flexible Kinderbetreuung wurde von unserer Gemeinde mit der neuen Gebührenordnung abgeschafft. Bis zum lezten Jahr konnte man stundenweise zur Kernzeit von 8:00 – 12:00 Uhr dazu buchen. Diesen Luxus gibt es nun nicht mehr. Die Basisbetreuung wurde ausgeweitet und der Preis an die Leistung angepasst (sprich um 30% erhöht).

Warum schreibe ich das? Was bedeutet das für mich?

Ganz einfach: meine Kinder sind genau so wie alle anderen Kinder auch einfach immer mal wieder krank. Gefühlt von Oktober bis Ostern. In der Realität habe ich im Januar einfach mal Buch geführt. Der Januar ist extrem gut gelaufen. Die Große hatte einen, der Kleine drei Fehltage. Bisher unser bester Monat. Mit Abstand.

Die Fehltage sind für mich immer eine mittlere Katastrophe. Meist keine große: ich habe sehr guten Rückhalt von meiner Familie. Meine Eltern sind schon in Rente, wohnen in der Nähe und lieben die Kinder. Auch wenn sie krank sind. Wenn ich allerdings mit einem kranken Kind im Home Office bin, dann habe ich immer noch den großen Vorteil, dass ich im Home Office bin. Das aller nötigste kann ich meist auch mit krankem Kind abarbeiten und den Rest dann auf die Mittagszeit oder den Abend verschieben. Ärgerlich, aber möglich.

Wie andere Mamas das machen, ist mir oft ein Rätsel.

Einen kleinen Einblick geben meine Bloggerkolleginnen hier, hier und hier (der letzte Link hat mir übrigens eine Einladung von Berenice zu meinem ersten Bloggertreffen beschert).

Man hat natürlich den Anspruch, zehn Arbeitstage im Jahr das kranke Kind zu betreuen. Aber die sind für jedes Elternteil und nicht für jedes Kind. Meine Kinder sind nie gleichzeitig krank. Und die Arbeitgeber setzen ein gewisses Maß an Flexibilität inzwischen voraus.

 

wie oft meine Kinder tatsächlich in den Kindergarten gehen

Flexible Betreuungszeiten: Fehlanzeige!

Durch die Abschaffung der flexiblen Betreuungszeiten gibt es jetzt auch keine Möglichkeit mehr, an den Tagen, an denen die Kinder beide gesund sind kurzfristig (und kostenpflichtig) die Betreuung aufzustocken und die Fehlzeiten im Beruf nachzuarbeiten.

Ein extrem innovativer Ansatz wäre es natürlich, die Fehlzeiten in einem Gleitzeitmodell kostenfrei und familienfreundlich nachzuholen. Zumindest für alleinerziehende Mütter würde ich mir das sehr wünschen. Aber davon sind wir meilenweit entfernt.

Nicht zu knapp kalkulieren

Mein Rat an alle, die einen Betreuungsplatz buchen: Puffer einplanen! Den muss man sich allerdings auch erst mal leisten können. Wer möchte kann mal versuchen, herauszufinden, was mich der Krippenplatz für zwei Kinder kosten würde, wenn ich an drei Tagen die Woche bis 15:00 Uhr aufstocke.

Auf jeden Fall so früh wie möglich Alternativen erarbeiten. Das kann eine andere Mama sein, mit der man sich abspricht, die eigene Familie oder vielleicht eine Leih-Oma. Erlaubt ist hier, was funktioniert. Trau dich ruhig, das bei anderen Mamas anzusprechen. Denn wir stehen alle vor den gleichen Herausforderungen, wenn wir wieder arbeiten gehen.

Alternativen in Betracht ziehen

Mit der Betreuungs-Realität, hätte ich meinen alten Job nicht ohne weiteres wieder ausüben können. Anwesenheit im Büro während der Kernzeiten sind bei einer knappen Stunde Fahrtzeit schon eine Hürde, die man erst mal nehmen muss.

Für mich kann ich als Fazit nur sagen: der Job bei der Stiftung gibt mir zusammen mit meiner Selbständigkeit die nötige Flexibilität, um mich im Bedarfsfall auch mal selbst um meine Kinder zu kümmern. Für unsere Familie genau das Richtige! Natürlich sind die Einnahmen aus der Selbständigkeit nicht immer planbar und es sind auch schlechte Monate dabei. Aber die Vorteile überwiegen für mich ganz deutlich.

Die Elternzeit gibt mir natürlich auch die Möglichkeit, mich hier in einem relativ sicheren Rahmen auszuprobieren und meinen Horizont zu erweitern. Auch für meinen Arbeitgeber sehe ich das als Gewinn: statt komplett aus dem Beruf auszusteigen, bis meine Kinder groß genug sind, dass ich dort wieder einsteigen kann, belege ich sozusagen eine bezahlte Fortbildung und bin nicht komplett raus aus dem Job.

Am Ende der Elternzeit kann ich dann immer noch entscheiden, wie es für mich weiter geht. Eine Rückkehr zu meinem Arbeitgeber schließe ich mittelfristig absolut nicht aus. Aber das habe ich mit den beiden Kindern schon gelernt: entscheiden kann ich es erst, wenn es konkret ist. Denn weiter als sechs bis zwölf Monate kann und will ich momentan gar nicht planen.

 

Wie geht es euch? Seit ihr schon wieder zurück im Beruf? Wie klappt das? Wie könnt ihr euren Beruf oder eure Selbständigkeit mit den Betreuungszeiten vereinbaren?

 

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