Kleinunternehmerregelung wird doch nicht geändert

Kleinunternehmerregelung: doch keine Änderung in 2017

Die Kleinunternehmerregelung wird von vielen Mamas im Nebenerwerb genutzt

Der 01.01.2017 war für alle Steuerberater in Deutschland ein ganz großer Tag. Denn an diesem Tag trat das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens (kurz: StModernG) in Kraft. Das ist die größte Änderung der Abgabenordnung seit 1970, wenn ich Deubner glauben darf. Finanzamt 2.0 sozusagen. Es soll digitaler, schneller, moderner und effektiver werden.

Aber da die meisten von euch ja keine Steuerberaterinnen sind, sondern aus gutem Grund eine angestellt haben, übersetze ich das mal für euch und zeige, was das für unseren Alltag als Selbständige bedeutet.

Aus der Vorlagepflicht wird eine Vorhaltepflicht

Die Belege müssen nicht mehr mit der entsprechenden Steuererklärung abgegeben werden, sondern erst nach Aufforderung durch das Finanzamt nachgereicht. Man muss sie jetzt allerdings zwei Jahre aufheben.

Die meisten Steuerberater werden aber aus pragmatischen Gründen weiterhin die Belege mit einreichen. Und so werde ich es auch machen. Ich habe ohnehin alles einmal in der Hand, es später noch mal heraus zu suchen und einzureichen würde für mich einen Mehraufwand bedeuten. So gern mache ich die Steuer jetzt auch nicht, dass ich da zwei mal dran will.

Registrierkassen

Elektronische Registrierkasssen müssen ab dem 01.01.2017 die „Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen“ (GoBD) erfüllen. Was das im Detail bedeutet, kannst du bei Debitoor nachlesen.

Aber denk dran: es gilt nur für elektronische Registrierkassen. Wenn du dein Kassenbuch analog führst darfst du das auch weiterhin tun. Bei Debitoor gibt es auch eine kostenlose Vorlage für ein Kassenbuch.

Was nicht geklappt hat:

Ganz so groß war der Wurf dann allerdings doch nicht. Denn die Anhebung der Grenze für die Kleinunternehmerregelung von 17.500,- Euro auf 20.000,- Euro wurde wieder gekippt. Schade.

Die Kleinbetragsrechnungen bleiben auch wie bisher bei 150,- Euro Brutto. Und werden nicht wie angekündigt auf 200,- Euro angehoben.

Was ist eigentlich eine Kleinbetragsrechnung?

Eigentlich ist das eine Quittung. Bis 150,- Euro reicht die nämlich voll und ganz. Ein Stempel hilft dir übrigens unheimlich weiter, wenn du deine Adresse nicht jedes mal mit der Hand schreiben möchtest. Mein Tipp für dich: investiere in einen richtig schönen und exklusiven Stempel mit deinem Logo. So kannst du dich und deine Marke auch ansprechend auf der schnöden Quittung präsentieren. Bei Barbara von Schönzeugs gibt es die für kleines Geld.

Wenn du noch mehr über die Kleinbetragsrechnung wissen willst und auch, wie man mal eben schnell die Steuer in die Beträge rein und wieder raus rechnet, dann kannst du das bei nachlesen.

Wie gehst du mit den Belegen in diesem Jahr um? Reichst du sie mit ein oder gibst du deine Steuer papierlos ab?
Wie sehen deine Quittungen aus? Vielleicht können wir uns ja mal gegenseitig inspirieren. Ich würde mich freuen, wenn du mir deine schickst.

„Mama“ ist die schönste, umfassendste, härteste, körperlich absolut anstrengendste berufliche Weiterbildung, die es gibt.

Und sie bereitet uns einfach auf alles vor. Organisation, Personalführung, Konfliktlösung: alles inklusive.

Ich finde es schade, dass viele gute Ideen daran scheitern, dass das Basiswissen fehlt. Das will ich ändern. Hol dir also regelmäßigen Tipps und Tools für dein Familienunternehmen.

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