Ziele setzen: das ist gar nicht so leicht, wenn man die auch erreichen will und nicht das hundertste mal scheitern möchte. Aber so schwer ist es jetzt auch nicht.

Ziele setzen für Profis und Fortgeschrittene

Setz deine Ziele doch gleich so, dass du nur gewinnen kannst!

Ganz ehrlich: wer feiert denn nicht gern. Wir feiern Erfolge und Jubiläen. Wir feiern Ziele, die wir endlich erreicht haben und natürlich feiern wir auch das Leben. Warum auch nicht.

Party On! Erfolge feiern ist mega toll. Dafür muss man sich nur die Ziele richtig setzen.
Photo: Dave Lastovski from Unsplash

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Nur: was machst du, wenn es bei dir gerade nichts zu feiern gibt?
Und das schon seit Wochen oder seit Monaten?

Du hast einen meiner Vorträge gehört, du hast vielleicht sogar den Kurs gekauft und trotzdem bewegt sich nicht wirklich was. Deine Klickzahlen für Organic-Traffic steigen nur gaaaaaaaanz langsam. Also so hattest du dir das nicht vorgestellt. Und überhaupt: dieses ganze SEO Gedöns ist so unfassbar zeitaufwändig…

Mit jedem neuen Blogartikel ist es das selbe: du wählst das Thema mit ganz viel Sorgfalt aus. Du schreibst den Blogpost mit viel Liebe, recherchierst ein Keyword, schaust dir die Konkurrenz an und findest deine Lücke. Du schreibst den besten Blogartikel mit der besten Überschrift, den die Welt je gesehen hat und teilst ihn auf allen deinen Social Media Kanälen. Du machst sogar ein kleines Video für Facebook und eine Instastory, um alle deine potentiellen Leserinnen auf allen deinen potentiellen Leserinnen-Kanälen abzuholen. Persönlich. Mit Chauffeur.

Und trotzdem: der große Durchbruch war einfach noch nicht dabei

Du bist immer noch keine mega erfolgreiche Bloggerin, die sich abends bei einem Glas Winzersekt mit ihrem Mann darüber unterhält, ob er seinen gut bezahlten Job als Ingenieur an den Nagel hängt, um in dein Unternehmen einzusteigen. IMMER NOCH NICHT.

Die 10.000 Follower für den Swipe-Up in den Instastories hast du auch noch nicht. IMMER NOCH NICHT!

Jetzt ist es schon Dezember, überall in der Blogosphäre, Instagram, Twitter und Facebook sowieso reden alle darüber, was sie dieses Jahr so geschafft haben und wie sie ihre top Ergebnisse im nächsten jähr auch noch übertreffen wollen UND WERDEN.

Und bei dir? Totale Demotivation. Keine mega Ergebnisse, keine riesen Follower Scharen. Kein Platz auf Google Seite 1. Einfach nix. Es tut sich nichts. GAR NICHTS.

Zeit für einen Jahresrückblick

Ich habe meinen Jahresrückblick auch schon geschrieben. Da häufen sich natürlich die Erfolge. Ist doch klar. Hallo, du liest hier doch sicher nicht den ersten Artikel. Nicht umsonst nennt Coach Tina mich inzwischen Mareike „da wo ich bin ist vorne“ Schamberger.

Ich habe mir für dieses Jahr viel vorgenommen und auch viel davon geschafft. Das rockt natürlich. YIEHA!

Das ich so viel geschafft habe, liegt aber für mich vor allem daran, dass ich mir eine sehr gesunde Einstellung zum Scheitern und zum Fehler machen zugelegt habe.

Für mich gehören Fehler immer zum Prozess

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Wer arbeitet, macht Fehler und wer viel arbeitet, macht viele Fehler.

Bei anderen war ich da schon immer sehr nachsichtig. Für mich selbst musste ich das erst lernen. Gar nicht so einfach für so einen Parade-Streber wie mich.

Dazu kommt dann auch noch die Sache mit den Bewerbungen und den Ablehnungen. Eins meiner großen Ziele für dieses Jahr war ja die Bühne. Ich wollte unbedingt als Sprecher durch Süd- und Mitteldeutschland tingeln und den einen oder anderen grandiosen Vortrag halten.

Nur: da wacht man nicht morgens auf und ist ausgebucht. Da musste ich mich auf meinen Popo setzen und mich bewerben. Da hat sich übrigens auch seit der 5. Klasse nichts geändert.

Willst du mit mir gehen? Vielleicht auf die Bühne? Wenn ich Sprecher bin? Auf deiner Bühne? Au ja!
Photo by rawpixel.com on Unsplash

Da nehme ich jedes mal meinen ganzen Mut zusammen und erzähle einer Veranstalterin, dass ich mich in ihre Bühne verliebt habe. Und dann kommt der Moment, wo ich die Luft anhalte und ganz langsam den kleinen Zettel auffalte, um zu schauen, wo das Kreuzchen ist.

Ein „Nein“ hört doch niemand gern. Auch ich nicht. Ich bin da zwar wirklich eine taffe, aber aus Teflon bin ich jetzt auch nicht, dass alles gerade an mir abperlt. Vor allem, weil ich ja auch seit ich Kinder habe immer öffentlich scheitere. Denn bevor ich mich bewerbe, muss ich in der Theorie die Betreuungssituation klären, denn wenn ich die Zusage kriege, komme ich auch.

Wenn ich die Zusage aber nicht bekomme…….. Da muss ich mir schon mal eine Minute nehmen und mich sammeln. Dann sage ich eben dem Babysitter wieder ab. Klopfe meine Knie ab und richte mein Krönchen und dann wird weiter marschiert. Dabei behalte ich mein Ziel fest im Blick, so dass ich mich nicht verlaufe.

Ziele fomulieren

Das Wichtigste aber ist die Formulierung meiner Ziele. Und die Perspektive, die ich mir damit gebe.

Jetzt denkst du vielleicht, ich zähle die Smarty Ziele auf. Mache ich auch.

S: specific = spezifisch

M: mesurable = messbar

A: attainable = erreichbar

R: relevant = wichtig

T: timely = mit fester Deadline

Y: why = es gibt einen Beweggrund, warum du das machen willst (besser MUSST!)

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So viel zur schnöden Theorie. Ich wiederhole mich da aber noch mal.

Formulierung und Perspektive entscheiden darüber, ob du deine Ziele erreichst

Es gibt Prozess-Ziele und Ergebnis-Ziele.

Und ich habe mich von Ergebnis Zielen schon lange verabschiedet. Das macht für mich in meinem Leben überhaupt keinen Sinn mehr.

Wahrscheinlich kannst du es besser verstehen, wenn ich das mal mit einem meiner Ziel erkläre.

Zielfindung:

Ich will nächstes Jahr wieder auf die Bühne. Als Speakerin.

Ergebnis-Ziel: Ich will in 2018 auf vier Veranstaltungen sprechen.

Prozess-Ziel: Ich will mich in 2018 auf zwölf Veranstaltungen bewerben. Und eine Antwort vom Veranstalter bekommen.

Das ist schon ein ordentliches Ziel, denn ich recherchiere jede Veranstaltung sehr genau und bewerbe mich nicht immer mit einem Standard-Vortrag. Zum Bewerbungs-Prozess habe ich aber einen eigenen Artikel geschrieben.

Da ich das mit den Absagen auch nicht so gut weg stecke, formuliere ich das noch mal so um, dass ich noch motivierter bin, das Prozedere wirklich 12 mal durch zu exerzieren.

Ich will 2018 unbedingt 12 Antworten von Veranstaltern erhalten

Das bedeutet, dass ich bei jeder Bewerbung auch noch mal nachhaken muss. Keiner hat das Recht, mich einfach so stehen zu lassen. Ich hole mir immer ein Feedback.

Denn dann kann ich mein Häkchen immer erst dann setzen, wenn ich auch abgelehnt wurde. Das ist psychologische Kriegsführung Level 4.

Ich gehe also IMMER und zwar auch bei einer Absage mit positivem Gefühl aus der Sache raus. Denn Ziel ist die Antwort. Egal ob ich sprechen darf oder nicht.

Photo: Ben Neale on Unsplash

Netter Nebeneffekt: wenn man genug Spaghetti an die Wand wirft, bleiben immer ein paar kleben.

Da ich nicht vorhabe, halbherzige Bewerbungen abzuschicken, werde ich ganz sicher die eine oder andere Zusage bekommen. Und auch wenn ich dafür keinen Haken an meine Ziele Liste machen darf: da freue ich mich sicher auch. So ein ganz kleines bisschen. Das ist dann sozusagen die Kür. Dann muss ich eben noch eine Bewerbung schreiben. Und wenn das eine für 2019 ist. Mir doch egal.

12 Antworten sind 12 Antworten sind 12 Antworten.

Und da die meisten Menschen besser werden, wenn sie eine bestimmte Sache oft üben, schaden mir die 12 Bewerbungen mit Sicherheit nicht. Denn ganz imZweifel nehme ich damit Anlauf für 2019.

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Und so arbeite ich auch mit meinen Kundinnen

Du glaubst ja nicht wirklich, dass es auch nur einen einzige Bloggerin da draußen gibt, die zu mir kommt und SEO lernen will, weil sie das schon als kleines Kind so fasziniert hat. Da musst du ja selbst mal schmunzeln.

Die Mädels, die mich buchen, wollen alle erfolgreicher bloggen.

Die wollen damit was zum Familieneinkommen beitragen und sich trotzdem um die Kinder kümmern. Die wollen sich ihre Arbeitszeiten selbst einteilen und sich nicht jedes mal rechtfertigen, wenn eins der Kinder krank ist. Bei einem Chef, der kein Verständnis dafür hat, dass man dann eben daheim bleiben muss. Denn er macht das ja auch nicht (ist klar, da macht das wohl auch die Mama).

SEO ist nur eine Maßnahme, die dabei helfen soll, genau dieses Ziel zu erreichen. Und mit SEO kann man nicht über Nacht unfassbar große Erfolge erzielen. Zumindest nicht, wenn man auch noch den Einkauf machen muss und beide Kinderzimmer aufräumen.

In dem Fall kann man das tatsächlich gut mit meiner 12-Absagen-Challenge vergleichen. Denn um da langfristig weiter zu kommen, braucht man richtig Biss und Durchhaltevermögen.

Deswegen erarbeite ich mit meinen Kundinnen Prozess-Ziele.

Die Zahlen kommen dann später. Wenn die Prozesse stimmen, kommen die Zahlen dann „von alleine“.

Also wie wäre es denn damit:

Ergebnis Ziel: Ich will in 2018 jeden Monat 30.000 Sitzungen haben.

Prozess-Ziel: ich will in 2018 jede Woche zwei Blogartikel schreiben.

Die Blogartikel werde ich in folgenden 10 Facebook Gruppen teilen: ………. Jeder Blogartikel hat zwei Pinterest Grafiken und bekommt drei Posts auf Instagram und Twitter.

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Ergebis-Ziel: ich will in 2018 jeden Monat 1.000 Euro Umsatz mit dem Blog machen

Prozess-Ziel: ich bekomme jeden Monat zwei Antworten auf Initiativbewerbungen für Kooperationen, die gut zu mir und meinem Blog passen.

Ich rede hier übrigens bewusst von Umsatz, denn das Fass mit dem Gewinn und den Kosten mache ich heute nicht auf. Da schreibe ich einen eigenen Blogartikel drüber.

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Wenn du dich an die Prozesse hältst, hast du dir nichts vorzuwerfen. Du kannst ein Fleißsternchen nach dem anderen einheimsen und dir für jede Woche ein Häkchen auf der Ziele-Liste machen.

Du verbesserst dich stetig und übst. Du übst dich nämlich auch am Scheitern. Und das nächste mal scheiterst du einfach noch besser. So mache ich das.

Und wenn du dann irgendwann noch mal auf deine Zahlen schaust, dann sind die sozusagen als kleiner Kollateralschaden wahrscheinlich schon ein ganzes Stück besser.

Wichtig ist dabei aber immer:

Steck dir deine Ziele realistisch und plane Puffer ein. Nichts ist demotivierender, als „jetzt ist es auch schon egal“.

Was sind deine Ziele für 2018? Schon welche gesteckt oder bist du noch völlig unbeeindruckt davon, dass der Jahreswechsel kurz bevor steht?

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Vielleicht willst du erst mal die Sterne befragen, bevor du deine Ziele steckst.

 

 

 

Und hier der Pin für dich:

Ziele setzen: das ist gar nicht so leicht, wenn man die auch erreichen will und nicht das hundertste mal scheitern möchte. Aber so schwer ist es jetzt auch nicht.

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