Kongresse sind zeitaufwändig und teuer. Lohnen sich aber, wenn man neue Kontakte konsequent pflegt und gelerntes auch umsetzt. ♥ www.mami-startup.de

Konsequente Nachbereitung von Tagungen, Konferenzen und Workshops

Kongresse sind zeitaufwändig und teuer. Lohnen sich aber, wenn man neue Kontakte konsequent pflegt und gelerntes auch umsetzt.

Was eine Woche! Manchmal wirft mich das Leben einfach aus der Bahn und ich kann eigentlich nichts mehr anderes machen, als den Katastrophenfall auszurufen. Alles hat am Muttertag angefangen: da hat es mir spontan den Kreislauf unter den Füßen weg gezogen und ich habe mich mit Fieber ins Bett gelegt. Die nächsten drei Tage war ich krank geschrieben und extrem dankbar dafür, dass ich meine Kinder einfach morgens mit aller letzter Kraft in den Kindergarten bringen konnte. Danach bin ich einfach wieder in mich zusammen gefallen. Ich habe noch nicht mal gelesen. Und das heißt wirklich was.
Als ich mir dann alles parat gelegt hatte, um am Donnerstag wieder arbeiten zu gehen, hat mein Mädchen die ganze Nacht gebrochen: Sonnenstich. Also am nächsten Morgen direkt wieder bei der Chefin angerufen: „komme heute später, muss die Große zur Oma fahren“.
Schnell den Bub in den Kindergarten und mein Mädchen zur Oma gefahren und dann nichts wie ab an den Schreibtisch. Da ich die einzige Mitarbeiterin bin, ist einiges liegen geblieben. Und ich wollte „noch schnell mal eben“ zwei Stunden mehr arbeiten, damit ich am Freitag komplett stressfrei mit der lieben Sabrina zur #denkst17 fahren kann. Einer Tagung für deutsche Blogger. Elternblogger, um genau zu sein. Die hatte ich im März spontan nachgebucht. Allerdings auf keinen Fall so.
Was ich gebucht hatte war: gechillte Vorbereitung inklusive ausführlicher Recherche und extrem entspanntem Wochenendtrip mit unwahrscheinlich viel Spaß.
Momentan sah das aber so aus: hektisches Abarbeiten meiner wichtigsten ToDos, um wenigstens die Reise nach Nuernberg antreten zu können. Parallel hatte sich meine Große überlegt, dass sie jetzt keine Windel mehr braucht. Ein wichtiger Schritt, bei dem ich sie gern unterstütze. Der passte aber so überhaupt nicht in mein Wochenprogramm. Ich war nämlich selbst noch nicht wieder fit und musste jetzt ständig fragen: „musst du Pipi?“ und natürlich gab es deswegen noch mehr Wäsche als sonst. Von entspannter und ausführlicher Recherche und Vorbereitung war da letzte Woche absolut keine Rede. Wie auch. im Katastrophenfall geht es nämlich ausschließlich ums Überleben. Mein Mann war leider beruflich unterwegs und deswegen keine Hilfe.
Wenn mir Sabrina da nicht geschrieben hätte, dass sie meinen Gastartikel zur Veranstaltungsvorbereitung online gestellt hat….. ich glaube, ich hätte den Mut verloren und einfach abgesagt. Die Woche war wirklich einfach nur viel zu anstrengend für mich.

Vorbereitung ist das A und O

Irgendwie habe ich es dann tatsächlich geschafft, den Einkauf zu erledigen, eine Kinderbetreuung zu organisieren, damit die beiden Schlawiner nicht unbeaufsichtigt sind, bis der Papa wieder kommt und auch noch aus der Hüfte und ratzfatz einer lieben Kundin ihr Freebie neu formatiert. Ich habe wirklich bis zur allerletzten Minute gewaschen und die Taschen für mich und die Kinder in den fünf Minuten fertig gepackt, bevor ich das Haus verlassen habe. Ist ein bisschen knapp gewesen, meine Planung, aber hey: immerhin geschafft. Eigentlich war ich da dann mit mir selbst wieder im Reinen und habe angefangen, mich auf die Mamablogger-Konferenz zu freuen. Bis ich gesehen hatte, dass auf meiner Homepage so ungefähr die Hälfte der Seiten beim Update völlig zusammen gebrochen war. ÄTZEND!!! Also schnell noch versucht, zu retten, was zu retten ist. Aber da war auf die Schnelle nichts zu machen. MENNO!!!!
Sonnenbrille, Kaffee und ein kleines Zebra, langer Weg zum Ziel
Nicht hin zu fahren war für mich allerdings keine Alternative. Musste ich mir eben am Sonntag Abend die Zeit nehmen, das zusammen mit dem Support zu klären und wieder hinzubiegen. Ist dann so. Was auch immer mir das Universum damit sagen will… zu irgendwas wird es schon gut sein am Ende.
Die Hinfahrt war mega anstrengend. Stau und Regen. Tolle Kombination. Wenigstens hatte ich so ausreichend Zeit, mich doch noch vorzubereiten.
Der Kongress war wirklich gut. Hätte es am Samstag Abend bereits die Early Bird Tickets für 2018 gegeben: ich hätte gebucht.
Da die Veranstaltung schon ein paar Tage her ist, haben inzwischen genug deutsche Blogger darüber gebloggt. Die Berichte dazu könnt ihr bei Sabrina, Martina oder Rachel nachlesen. Gut gefallen hat mir auch der Beitrag von Nadine, die zusammen gefasst hat, was sie gelernt hat.
Allerdings verpufft der erste Zauber einer dermaßen tollen Veranstaltung viel zu schnell, wenn man danach nicht in die Puschen kommt. Nach zehn Jahren als Veranstaltungs-Organisatorin (und -Besucherin) weiß ich, wie man es macht.
 

Hier meine Tipps für die Nachbereitung einer Tagung

  • Brainstorming
    für neue Blogbeiträge, Produktideen, Anregungen,
    Verbesserungsvorschläge im Allgemeinen,
    Ideen für künftige Kooperationen,
    worüber will ich mehr lernen und welche Kurse oder Seminare müsste ich dafür besuchen?
    Am besten direkt vor Ort oder auf der Heimfahrt, solange ich mich noch erinnern kann.
  • Alle Notizen in die ToDo Liste übertragen. Mit Fälligkeitsdatum.
    Meine ToDo-Liste ist übrigens in Trello.
    Ich nutze vor Ort (und überhaupt immer) ein Notizbuch und notiere mir alles Wichtige. Da kommt aber oft einiges zusammen und das muss ich dann hinterher erst mal aufbereiten. Das geht sonst im Notizbuch unter und wird nie abgearbeitet.
  • Buchvorschläge direkt kaufen. Und auch zeitnah lesen!
  • Visitenkarten ins Adressbuch übertragen.
    Inklusive Gesprächsnotizen. Das ist wirklich eine Fleißarbeit, die sich sehr lohnt!
    Was wurde besprochen, gibt es ToDos? Ich verschicke meist im Veranstaltungsnachgang noch E-Mails an meine neuen Kontakte. Welche Kontakte aus meinem Netzwerk könnten hilfreich sein? Gibt es Links oder Buchvorschläge, die besonders gut passen? Kooperationsmöglichkeiten oder Terminanfragen? Wichtig ist hier immer einen Mehrwert zu schaffen. Nicht „was will ich“, sondern „wie kann ich dem neuen Kontakt behilflich sein“.
  • Die Hashtags zur Veranstaltung nachlesen.
    Das mache ich mit Hootsuite. Da kann man sehr überichtlich bei Instagram und Twitter über alle wichtigen Inhalte schauen.
    Alle Links anklicken. Dokumente downloaden und wichtige Artikel aus den Links lesen und weiter verteilen.
    Ich habe das Video von Thomas Rüdiger an alle Mamas und Gamer in meinem Netzwerk geschickt, weil er mich damit wirklich beeindruckt hat.
  • Presseberichte und Blogartikel über die Veranstaltung lesen und kommentieren. Was gefällt, wird auch in den Sozialen Netzwerken geteilt. Sharing is Caring. Gerade bei einer Tagung für bekannte Blogger ist das ein absolutes Muss.
Eine vorbildliche Nachbereitung hat Thorsten Ising. Er ist Trainer für Social Media Management und Digitale Kommunikation. Seine Postkarte war schon Dienstags in meinem Briefkasten. Vielen Dank dafür!
Nürnberg Karte, Postkarte, Notizbuch, Visitenkarten
Dinge mit der Post zu verschicken, das hat definitiv einen besonderen Charme. Deswegen mache ich das auch gern.
An die furchtbar erkältete Kerstin habe ich ein Care-Paket mit selbst gekochter Suppe, Hustenbonbons, Taschentüchern und viel Vitamin D geschickt.
So vernetzt man sich nachhaltig. Man bleibt einfach eher im Gedächtnis. Darüber habe ich übrigens einen Vortrag von Steffen Pelz gehört.
Ich greife noch mal einen Tipp aus der Veranstaltungs Vorbereitung auf: Fahrgemeinschaften bilden.
So kann man auf der Rückfahrt direkt die neuen Impulse und Ideen besprechen. Ich habe zum Beispiel mit Sabrina eine komplett neue Social Media Strategie erstellt. Das hat sich wirklich gelohnt. Denn in der Theorie habe ich einen exzellenten Plan, den ich nur noch umsetzen muss.

Kosten im Blick behalten

Da Konferenzen immer ordentlich Geld kosten, ist die Nachbereitung für mich Pflicht. Denn sonst lohnt zahlt sich ein Event für mich einfach nicht aus. Falls ihr in diesem Jahr auch noch ein Event besuchen wollt, habe ich hier meine Ausgaben für eure Kostenkalkulation zusammen gestellt.
  Mareike Schamberger, iPad, Kostenaufstellung
So. Da nach dem Spiel immer vor dem Spiel ist, bereite ich jetzt die nächste Veranstaltung vor. Bei der Westfam darf ich sogar als Speaker auf die Bühne.
P.S.: Nürnberg ist übrigens eine tolle Stadt und definitiv eine Reise wert. Vielleicht nicht gerade im strömenden Regen.
P.P.S.: Vielen Dank an Sven und Susanne, den Veranstaltern. Das war geil!
Checkliste Vorbereitung Tagung
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8 pensieri su “Konferenz-Nachbereitung: wie du das meiste aus dem teuren Ticket heraus holst”

  1. Du bringst es mal wieder charmant und direkt auf den Punkt und das trotz großer Hilfe von Murphy und seinen Kollegen.
    Ich denke ich muss doch unbedingt mal mit dem Zug fahren, denn dort bilde ich mir ein gleich schön arbeiten zu können, im Auto kann ich das nicht, selbst aufs Handy schauen geht gar nicht.
    Ich nehme auch immer so viel für mich mit, nur Visitenkarten dieses mal nicht, blöd wenn man seine eigenen bis auf 4 zu Hause lässt, grrr

  2. Hey Mareike,
    Ich hatte beim Lesen gerade wirklich einen „aha-moment“. Wir waren dieses Jahr auf der Blogfamilia und es war sooo toll aber mittlerweile habe ich das Gefühl, das viel davon „verpufft“ ist (also die ganzen tollen Ideen, Gedanken und auch Bekanntschaften die man da gemacht hat). Jetzt weiß ich ein bisschen warum und was ich das nächste mal besser machen kann 🙂
    Auf der Westfam werden wir auch sein, ich bin schon gespannt!
    Liebe Grüße
    Nele

    1. Liebe Nele,
      ich hab ja 10 Jahre lang als professionelle Veranstaltungs Organisatorin gearbeitet: irgendwann hat man es raus 😉
      und ich freue mich, wenn ich dir einen Schubs in die richtige Richtung geben konnte.
      Wir sehen uns dann auf der Westfam. Freu mich, dich dort kennen zu lernen.
      Viele Grüße
      Mareike

  3. Hallo Mareike,

    danke für deinen hilfreichen Artikel. Ich habe schon mit der Nachbereitung angefangen, da gibt es aber auf jedenfall Verbesserungsbedarf!
    Und auch nochmal danke für deinen tollen Vortrag auf der Familycon! Mitreisend, verständlich und auf den Punkt!

    Liebe GRüße Evelyn

    1. Das Wichtigste: nicht überwältigen lassen von „eigentlich müsste ich jetzt noch….“ immer eins nach dem anderen abarbeiten und Zwischenziele feiern (Sekt und so)

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