Die eigenen Google Analytics Zahlen geben nur wenige Bloggerinnen preis. Schon gar nicht, wenn sie noch ganz am Anfang stehen. Danke liebe Uta von Hostmum.com dafür!

Warum ist meine Webseite nicht in Google?

Konferenzen sind unfassbar wertvoll. Auf der letzten Konferenz habe ich Uta kennen gelernt. Irgendwie passen unsere Themen gerade 1:1 aufeinander, deswegen überlasse ich ihr heute mal meine Bühne.

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Offpage SEO aus London

Ich heiße Uta, bin gebürtige Berlinerin, lebe aber seit 2013 mit zwei Töchtern und meinem Ehemann in London. Seit 2014 blogge ich auf www.berlondon-mama.de über alltäglichn Mama-Erlebnisse, aber vor allem auch über das Leben mit Familie im Ausland. Weil London nach Hong Kong schon unsere zweite Auslandsstation mit Kind ist, wo wir von 2011-2013 gelebt haben, kann ich doch einige Tipps und Erfahrungen weitergeben.

Vor einigen Monaten kam zu Berlondon Mama auch mein zweites “Web-Baby” dazu: www.hostmum.com. Eine Webseite, die Gastfamilien und Au Pairs klarmachen soll, worum es bei dem Au Pair Arrangement eigentlich geht. Selbst haben wir schon vier Au Pairs gehabt (und 7 unter Vertrag, wobei 3 nicht antanzten oder nach 3 Tagen wieder verschwanden). Und weil ich von Gasteltern und Au Pairs gleichermaßen schon von vielen, falschen Erwartungen an die andere Partei gehört habe, versuche ich mit Hostmum.com, die gegenseitigen Erwartungen schon im Vorfeld etwas anzugleichen. So der Plan! Wenn die potenziellen Au Pairs und Gasteltern diese Webseite denn über ihre Google Suche zu Gesicht bekommen…

Wie ich überhaupt zu diesen beiden Webseiten gekommen bin

Von Anfang an hat mich beim Bloggen fasziniert, wie Googles Suchalgorithmen eigentlich funktionieren und ich habe mich “totgefreut”, als ich mit kleinsten Maßnahmen (etwas frischer Content und ein Link von Berlondon Mama) dafür gesorgt habe, dass die Webseite der Deutschen Spielgruppe in Wimbledon plötzlich für alle möglichen “Deutsche”-”Spielgruppe”-”Süd”-”West”-”London”-Kombinationen weit oben bei Google zu finden war.

In meinem ersten Job interview wurde ich sogar ganz gezielt ausgefragt, wie ich diesen Ranking-Sprung der Spielgruppenwebseite erzielt habe und da ich mich in der frühen Zeit des Bloggens bereits mit Google Analytics und Webmastertools beschäftigt hatte, bekam ich auch prompt den Job – sogar mit nur 80% – angeboten.

Der erste Job im Content Management

Vor allem auch dank meines Blogs und dieser kleinen Erfolgsgeschichte mit der Spielgruppenwebseite bekam ich das Jobangebot für einen Online Arzt für den deutschen Markt und lernte da in den zwei Jahren sehr viel dazu, was Suchmaschinenoptimierung und Content Management angeht. Ein großer Dank geht da an dieser Stelle mal an meinen Ex-Kollegen Simon, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite stand!!

Als die Entwicklung dort irgendwann stagnierte und ich mich nach Alternativen umgesehen habe, bin ich auf meine heutige Firma aufmerksam geworden. Allerdings hat sich dort der Zeitplan um einige Wochen nach hinten geschoben, so dass ich zwischen den beiden Jobs plötzlich ein paar Wochen ohne Job war.

Die Chance, endlich meine Ideen für meine neue Au Pair Webseite umzusetzen

Wir waren kinderbetreuungstechnisch mit einer Nanny gut versorgt und ich wollte sie auch nicht verlieren, um für den neuen Job flexibel zu bleiben. Und so habe ich das Leben der “Londoner Freelancer” kennengelernt: Am Vormittag hatte ich ein paar Stunden sturmfrei und konnte von zu Hause arbeiten. Nach der Rückkehr der Kleinen vom Kindergarten habe ich dann zunächst der Reihe nach ein Cafés mit freiem WLAN nach dem anderen abgeklappert. Dort traf ich viele andere Menschen mit ihren Laptops, die arbeiteten und dabei stundenlang an einem Tässchen Kaffee nippten.

Nach einiger Zeit habe ich allerdings festgestellt, dass es das schnellste Internet und überhaupt auch die angenehmste Arbeitsatmosphäre in der lokalen Bibliothek gab. Ebenfalls mit kostenlosem WLAN, wenn man die kostenlose Library Membership Karte beantragt.

Schnell hatte ich alle meine zig mal im Kopf durchgespielten Ideen auf einem – mit “Take me” angepriesenen und an einem Gartenzaun gefundenen – Reisbrett zusammengepinnt. Falls meine Idee irgendwann mal groß wird, wird das definitiv die Anekdote für die “Entstehung der Idee”-Seite: Mein Mann hat sich tierisch aufgeregt, dass ich den “Schrott”, den jemand anderes wegschmeißt, mit nach Hause nehme :-D.

Ich habe als erstes den Contentplan entwickelt, Keywords recherchiert und die ersten Seiten geschrieben. Nicht gerade einfach auf Englisch und es dauerte alles viel länger als wenn ich auf deutsch schreibe.

Weil mein ex-Kollege leider nicht wie versprochen die Zeit gefunden hat, bin ich irgendwann nicht drumherum gekommen und musste die Webseite selbst gestalten. Und ich bin WIRKLICH KEIN WEBDESIGNER! Ich weiß zwar vieles über SEO, aber wie man eine Webseite hübsch macht oder wie man Fotos schön bearbeitet sind Dinge, an denen ich dringend arbeiten muss!!

Die neue Webseite war geboren. Und sie wird doch auch schnell ranken, oder?

Beim Aufbau der einzelnen Contentseiten habe ich mich so ziemlich an das gehalten, was bei meinem alten Arbeitgeber gut funktioniert hatte. Auch zur Navigation habe ich mir meine Gedanken gemacht, sowie einen regelmäßigen Publish-Rhythmus eingehalten.

Dank einer deutschen Praktikantin bin ich auch die ersten Wochen recht gut mit dem Wachsen der Webseite vorangekommen.

Umso ernüchternder war dann die Feststellung, dass auch nach 4, 5, 6 Wochen der Traffic immer noch fast ausschließlich über Facebook und co kam, wenn wir einen Artikel geteilt haben. Oder wenn ich einen Blogpost über die Erfahrung eines Au Pairs veröffentlicht habe, weil diese dann meistens ihr Interview auf ihren Kanälen geteilt hat.

Organic traffic?!? Fehlanzeige!

Ich habe natürlich, nachdem ein paar Seiten gepublisht waren, auf Berlondon Mama einen Link zu Hostmum.com gesetzt, um Google überhaupt erstmal die Chance zu geben, die brandneue Webseite zu finden.

Und wann immer es sich ergeben hat, habe ich auch mal einen Link auf Facebook geteilt oder zum Beispiel auch mal in einem Forum wie netmums.com.

Und irgendwie bin ich lange davon ausgegangen, dass sich das von da an von alleine weiterentwickelt und die ersten Seiten schnell organisch bei Google ranken.

Allerdings war das nicht der Fall und ich zeige euch gerne mal meine Google Analytics Zahlen, vier Monate nach dem Launch der Webseite. Sie erfüllen mich nicht gerade mit Stolz, aber da ich nach den paar freien Wochen zwischen den beiden Jobs seit Juni auch wieder 4 Tage die Woche arbeite und mich nicht mehr so viel wie benötigt, um Hostmum kümmern kann, kann ich diese “Schmach” verkraften.

Was Google Analytics zahlen über die Webseite sagen

Im ersten Screenshot seht ihr die allgemeinen Zugriffszahlen: Über alle Kanäle wird hier die Summe berechnet. Die Seite ist Ende Mai gepublisht worden und wann immer es einen Peek gab, ist irgendetwas besonderes passiert, das Traffic auf die Seite gebracht hat.

Insgesamt ist die Webseite wirklich nicht gut besucht und das hat mich nach einigen Wochen auch ziemlich gefrustet. Vor allem auch, weil ich ja zwangsweise durch die Praktikantin “dranbleiben” musste – trotz neuen Jobs. Da hat sich Aufwand und “Ertrag” oder “Erfolg” so gar nicht die Waage gehalten und ich war schon etwas enttäuscht und auch gestresst von der Arbeitsbelastung. Das war eine blöde Zeit und mittlerweile sehe ich das ganze viel gelassener.

Die eigenen Google Analytics Zahlen geben nur wenige Bloggerinnen preis. Schon gar nicht, wenn sie noch ganz am Anfang stehen. Danke liebe Ua dafür!

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Auf dem nächsten Screenshot wird anhand der Aufspaltung der Akquisitionskanäle deutlich, dass der Großteil des Traffics über Social Media kommt. Das ist an sich noch nicht mal das Problem, allerdings sieht man, dass das Mini-Tortenstück in gelb – der organische Suchmaschinen-Traffic – viel zu gering ist. Bei Berlondon Mama liegt der bei über 50%, was wohl aber auch daran liegt, dass ich auf Social Media so wenig mache. Ich bin mir sicher, dass der organische Traffic bei auf Social Media aktiveren Blogs hin zu Social Media verschoben ist, und keine 50% ausmacht.

Natürlich könnte ich für Hostmum.com auch ohne organischen Traffic versuchen, den Traffic über Social Media weiter zu steigern und idealerweise hier und da darüber vielleicht auch mal einen Backlink zu erhalten.

Aber A) ist das zeitaufwendig, B) nicht das, was ich im SEO gelernt habe und C) würde es irgendwie auch mein Ziel verfehlen zu beweisen, dass organischer Traffic durch gute on-Site Optimierung zu erzielen ist.

Die eigenen Google Analytics Zahlen geben nur wenige Bloggerinnen preis. Schon gar nicht, wenn sie noch ganz am Anfang stehen. Danke liebe Ua dafür!

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Die eigenen Google Analytics Zahlen geben nur wenige Bloggerinnen preis. Schon gar nicht, wenn sie noch ganz am Anfang stehen. Danke liebe Ua dafür!

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Schaut man sich einmal den organischen Traffic über die gesamte Zeitdauer der Webseitenpräsenz genauer an, wundere ich mich zunächst über die organischen Zugriffe, als die Webseite erst wenige Wochen alt war.

Persönlich würde ich davon ausgehen, dass das ein Trackingfehler von Google ist, oder was meint ihr?

Eine off-page Maßnahme gab es dann in der ersten Augusthälfte: Ein Au Pair hat einen Gastbeitrag auf dem Hostmum Blog veröffentlicht, in dem sich ein Link zu ihrem Blog befand. Und Ende August hat auch sie einen Gastpost von mir auf ihrem Blog veröffentlicht.

Eigentlich hört man ja, dass dieser “Link-Austausch” von Google schon automatisch als “nicht sehr relevant” eingestuft wird, allerdings habe ich den Eindruck, dass es seit dem bergauf geht, was den organischen Traffic angeht.

Die eigenen Google Analytics Zahlen geben nur wenige Bloggerinnen preis. Schon gar nicht, wenn sie noch ganz am Anfang stehen. Danke liebe Ua dafür!

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Ich habe mir vorgenommen, dass ich, wenn es die Zeit zulässt, versuchen will, gezielt ein paar Gastposts auf anderen Blogs zu veröffentlichen und Links zu Hostmum.com zu gewinnen. Und deshalb freue ich mich sehr, dass Mareike meinen Post bei sich veröffentlicht.

Für gutes SEO braucht man Geduld

Ich hoffe, dass ich der ein oder anderen, etwas Mut gemacht habe: Google und überhaupt die Entfaltung und Sichtbarkeit einer Webseite braucht manchmal einfach jede Menge Geduld!

Gerne bin ich bereit, hier auch noch mal ein Update zu veröffentlichen, wenn sich durch ein paar Gastposts an den Google Analytics Zahlen etwas ändert! 😉

Eure Uta x

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Uta macht phantastisches SEO

Das wollte ich unbedingt noch los werden. Nur ganz selten habe ich mit jemandem zusammen arbeiten dürfen, der so extrem gut vorbereitet ist. Nachdem ich mir mit ihr das Taxi zum Bahnhof geteilt habe, war ich absolut nicht überrascht, dass sie mich kurz darauf angeschrieben und mir einen Gastbeitrag angeboten hat.

Was sie mir angeboten hat, hat mich allerdings extrem beeindruckt: einen Gastbeitrag genau passend zu meinen momentanen Themen und auch noch so fix fertig geschrieben, dass ich den Artikel auf der nächsten Veranstaltung in meinem Vortrag promoten kann (denn das Thema passt wie gesagt ganz genau).

Natürlich nehme ich diesen Gastbeitrag mit Handkuss. Und natürlich bekommt Uta dafür meinen herzlichsten, liebevollsten und allerschönsten Backlink, den ich bisher gesetzt habe. Weil sie tatsächlich so dermaßen überzeugt hat auch noch auf ihre Hostmum Facebook Seite. Da lasse ich mich nicht lumpen (und du auch nicht, die wird mal fein geliked).

Weil ich nicht will, dass das ein Einzelfall bleibt und weil ich aus tiefster Seele davon überzeugt bin, dass es sich bei diesem „Internet“ um ein Netz handelt, dass nur dann richtig wertvoll für uns alle ist, wenn wir uns vernetzen, habe ich ein Worksheet zum Thema Backlinks erstellt.

Schritt 1: Überlege dir genau, von wem du einen Backlink haben willst.

Schritt 2: Drucke dir für jede dieser Personen ein Backlink-Worksheet aus und bereite dich akribisch vor.

Dann wird es dir wie Uta gehen. Die hat bei mir offene Türen eingerannt.

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3 thoughts on “Warum ist meine Webseite nicht in Google?

  1. Antworten
    GehtDichNixAn - 13. Oktober 2017

    Hallo Uta,
    ein sehr interessanter Beitrag. Ich habe mir beide Seiten gerade mal angeschaut und durchgeklickt. Ich muss dazu sagen, dass ich – Mann ohne Kinder – weder zu Deiner, noch zu Mareikes Zielgruppe gehöre. Ich bin nur „Mareike-Fan“ (meine Frau auch, geht also klar!).
    Warum ich mir, als nicht Angesprochener, trotzdem (fast) jeden Artikel von Mareike durchlese, liegt, neben wirklich interessantem Inhalt, auch an der Seite, die mich zum Weiterlesen fesselt.
    Man merkt, dass sich Mareike wirklich viel Mühe mit dem Design (Farbkombinationen, Schriftarten, etc.) gegeben hat, was sie in diesem Artikel und dem dazugehörigen „Handbuch Homepage“ auch nochmal näher beleuchtet: http://mami-startup.de/homepage-unverwechselbar/
    Ich habe selbst einen (Foto-)Blog, der DRINGEND überarbeitet werden muss. Zwei Dinge, die ich mir vorgenommen habe:
    1. Nicht mehr schwarze/graue Schrift auf weißem Hintergrund!
    2. Eine kreativere Font-Family (Schriftart) als Arial, Verdana oder Helvetica verwenden!

    Die BerlOndon-Mama-Seite hat noch mehr roten Faden als die Hostmum-Seite (bspw. ist bei Hostmum auf allen Seiten, außer auf „Home“ ein blauer Himmel im Header), aber Du kannst Dir bestimmt für beide Seiten von Mareike noch den ein oder anderen Tipp geben lassen. Dadurch generierst Du zwar keine organischen Zugriffe, aber vielleicht bleiben Besucher länger, was ja auch nicht verkehrt sein kann.
    Hat jetzt überhaupt nichts mit dem Inhalt zu tun, sondern beschreibt nur meinen ersten Eindruck.

    Beste Grüße
    Toby

  2. Antworten
    Uta - 13. Oktober 2017

    Lieber Toby,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Den gebe ich 1:1 an meinen Ex-Kollegen-Kumpel weiter, der sich nämlich genau darum kümmern wollte: Dass die Seite auch hübsch aussieht!
    Und ja, ich kann mir von vielen anderen Webseiten was abgucken und das steht auch ganz oben auf der Prio-Liste! 🙂
    Liebe Grüße,
    Uta

  3. Antworten
    Mareike - 16. Oktober 2017

    Ich grins grad über alle vier Backen: der Toby ist einfach Gold wert!

    Mein Design hat diesen riesigen Schritt erst gemacht, nachdem ich das Buch „How to Style Your Brand“ gelesen hatte. Das hat gerade die Sandra G. Aber da es die Ortsgrenze nicht überschritten hat, weiß ich schon, wem ich es danach in den Briefkasten werfe. Für dich als Fotograf sicher auch noch mal aus nem ganz anderen Blickwinkel interessant.
    Nachdem ich das gelesen hatte, hab ich noch mal ein bisschen was auf Creative Market gekauft und schon war aus meiner Bahnhofshalle ein gemütliches Kaminzimmer mit Schaukelstuhl geworden.
    Vorher fand ich es hier ehrlich gesagt auch lahm.

    Uta: dringende Kaufempfehlung! Ich hatte schon 10 Jahre Brandbuilding für einen großen Konzern auf dem Buckel und konnte viel mit nehmen.

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