Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

ein politischer Lagebericht

Die Politik befasst sich ja immer mal wieder mit dem Thema. In NRW wurde am 25. Januar der Abschlussbericht „Zukunft der Familienpolitik in Nordrhein-Westfalen“ im Landtag vorgestellt.

Für den Bericht haben sich Politiker aus allen Fraktionen zwei Jahre lang zum Thema Familienpolitik beraten.

In dem 323 Seiten langen Bericht wird zuerst einmal die Ausgangslage analysiert. Wo gibt es innerhalb der Familienpolitik noch Möglichkeiten zur Optimierung? Danach gibt es konkrete Handlungsaufforderungen.

Ich fasse kurz zusammen und gehe dann im Detail auf die wichtigsten Punkte ein: für mich keine neuen Erkenntnisse. Das sind die Probleme, mit denen wir alle zu kämpfen haben.

Die Arbeitswelt muss familiengerechter werden. Nicht die Familie arbeitsmarktgerechter.

Für diesen Satz danke ich allen 27 Politiker dieser Kommission.

Recht auf Home Office?

Wichtige Themen sind (wie erwartet) Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es ist nicht ganz komplikationsfrei alles unter einen Hut zu bekommen.
Eine Handlungsaufforderung ist die Bitte an den Bund, das Recht auf Home Office zu prüfen. Das wäre nach dem Recht auf Teilzeitarbeit ein großer Schritt. Wahrscheinlich sogar ein sehr großer Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dafür dürfte sich vor allem meine Kollegin Claudia Kauscheder interessieren, die einen Podcast zum Abenteuer Home Office hat.

Die Probleme sind bekannt

Die Feststellung, dass Väter oft mit Nachteilen zu rechnen haben, wenn Sie ihr Recht auf Elternzeit einfordern, ist für mich die logische Schlussfolgerung daraus, dass das für Mütter schon lange Realität ist. Mir fallen nur wenige ein, die aufgrund einer Schwangerschaft und darauffolgenden Elternzeit befördert wurden. Wenn es doch welche gibt: bitte melden. Ich wäre an einem Interview sehr interessiert, auch mit dem zuständigen Arbeitgeber.

Frauen zwischen 30 und 40 Jahren arbeiten besonders häufig in Teilzeit. Je schneller Mama den Wiedereinstieg in den Job schafft, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit dies in Vollzeit zu tun.

Die Betreuungssituation ist angespannt. Es fehlen vor allem Angebote für Arbeitnehmerinnen im Schichtdienst, Bereitschaftsdienst, im Handel und der Montage.

Eine Rückkehr in Teilzeit bringt nur kurzfristig eine Verbesserung. Langfristig addieren sich die Nachteile auf: Qualifikationsverlust, Einkommensverlust. Später als Bonus eine geringere Rente.

 

Abschließend: die Probleme sind bekannt. Wer sich einen Tag lang vor eine beliebige Kita oder Schule stellt und die Mütter dort fragt, wird nichts anderes zu Hören bekommen.

Wie sieht eure Realität aus? Könnt ihr Familie und Beruf gut vereinbaren?

 

 

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